„Holz ist zu wertvoll, um es einfach zu verbrennen.“ Eine Erkenntnis, die der Österreicher Fritz Egger sen. bereits vor 60 Jahren formulierte. Für Michael Kamsties, Verkaufsleiter Nord bei der EGGER Holzwerkstoffe GmbH & Co. KG, hat die Botschaft des Firmengründers nichts von ihrer Aktualität verloren. „Der verantwortungsvolle Umgang mit natürlichen Ressourcen ist uns sehr wichtig. Darum legen wir großen Wert darauf, dass unsere Partner das Thema genauso ernst nehmen wie wir.“

Ein Anspruch, der auch für den Unternehmensstandort in Brilon gilt, mit 1.100 Mitarbeitern eines der größten Produktionswerke von EGGER. Hier, inmitten einer der waldreichsten Regionen Deutschlands mit einem Waldbestand von rund 51 Prozent, ist 1990 das einzige voll integrierte Werk der europäischen Holzwerkstoffindustrie in unternehmerischer Eigenverantwortung entstanden. Vom Baumstamm bis zum fertigen Produkt werden alle Produktionsprozesse vor Ort abgewickelt und dabei entstehende Restmaterialien wiederverwertet, zum Beispiel bei der Erzeugung von Strom im eigenen Biomassekraftwerk.

„Mit der Verwertung von Sägespänen für Holzwerkstoffe haben wir unser Kerngeschäft von Anfang an kreislauffähig aufgezogen. Beispielsweise nutzen wir für die Herstellung unserer melaminbeschichteten Spanplatten sowohl frisches Holz als auch Holzreste und Recyclingmaterial, das unter anderem aus der Entsorgung alter Möbel entsteht“, erläutert Michael Kamsties, der seinen Arbeitgeber beim Thema Nachhaltigkeit in einer Vorreiterrolle sieht: „Wir wollen die ökonomischen, ökologischen und sozialen Vorgaben nicht nur erfüllen, sondern sie prägen und am Markt als Vorbild für nachhaltiges Handeln agieren.

Ja zum ASSMANN Verhaltenskodex

Seit rund 30 Jahren beliefert das EGGER-Produktionswerk in Brilon ASSMANN mit Holzwerkstoffen. Eine gewachsene Geschäftsbeziehung, die zwei Partner verbindet, die das Thema Nachhaltigkeit mit Engagement vorantreiben. Auch EGGER als einer der Kernzulieferer von ASSMANN weiß um den hohen Qualitätsanspruch unseres Familienunternehmens und kennt dessen Bewertungsmechanismen. So sind alle Lieferanten aufgefordert, Fragen zum Qualitäts- und Umweltmanagement, aber auch zum Arbeitsschutz und zur Nachhaltigkeit zu beantworten. Rund 79 Prozent – gleichzusetzen mit 94 Prozent des wertmäßigen Einkaufsvolumens – haben diese Selbstauskunft abgegeben.

Zudem werden die 20 Hauptlieferanten, was circa 18,5 Prozent bezogen auf Produktionsmaterial, Handelsware und Fremdfertigung entspricht, monatlich durch ein betriebsinternes System bewertet. Die Prüfkriterien sind Zuverlässigkeit, Qualität, Preisniveau und Nachhaltigkeitsaspekte. Da für eine monatliche Bewertung der Nachhaltigkeitskriterien keine sinnvolle Datenbasis besteht, wird die Einstufung auf Basis der Selbstauskunft und durchgeführter Audits vorgenommen; eine Anpassung erfolgt anlassbezogen. Nach Ablauf eines vollständigen Geschäftsjahres werden die Prüfkataloge bewertet und der beste Lieferant erhält eine Auszeichnung. Kommt es zu negativen Veränderungen, werden zunächst Maßnahmen zur Verbesserung eingeleitet und bei Bedarf strategische Entscheidungen der ASSMANN Geschäftsführung eingeholt.

Das genaue Vorgehen definiert ein fester Regelkreis, der auf unserem allgemeinen Managementansatz basiert:

Schon vor Verabschiedung des Nationalen Aktionsplans (NAP) für Wirtschaft und Menschenrechte hat sich ASSMANN mit der Einhaltung von Sozialstandards in der Lieferkette beschäftigt. So werden Lieferanten seit 2016 verpflichtend aufgefordert, den ASSMANN Verhaltenskodex zu unterzeichnen. Dieser Kodex beinhaltet Erklärungen zu den Themenfeldern Compliance, Menschenrechte und Gleichberechtigung, Gesundheitsschutz und Arbeitssicherheit, Umweltverantwortung und Umweltschutz sowie ethisches Handeln. 

Mehr zur Verantwortung in der Lieferkette

0 der Lieferanten haben den
ASSMANN Verhaltenskodex unterzeichnet.

95 Prozent der Lieferanten haben sich zu diesem Kodex bekannt, das entspricht 99,5 Prozent des wertmäßigen Einkaufsvolumens. Wer diesen Weg nicht mitgehen möchte, wird sukzessive ausgelistet. Gleichwohl wird bei den Audits noch beim Kodex selbst ein Sanktionierungsansatz verfolgt. Wenn Lieferanten diese Aspekte noch nicht vollumfänglich erfüllen können, werden Ursachen ermittelt und Lösungen erarbeitet, um so den aktiven Austausch zu fördern und Prozesse nachhaltig zu verbessern.

„Es ist wichtig, dass ASSMANN verbindliche Vorgaben macht, an die sich alle halten müssen. Nur so können Nachhaltigkeitsziele auch erreicht werden“, unterstützt Michael Kamsties die Strategie und sieht noch eine Parallele im Umgang mit dem Thema: „Sowohl bei ASSMANN als auch bei EGGER ist Nachhaltigkeit Chefsache. In beiden Unternehmen sind die Führungskräfte ihren Mitarbeitern Vorbild – und man sieht, wie erfolgreich das Modell funktioniert!“

Vorbildlich

ASSMANN stellt beim Thema Nachhaltigkeit hohe Anforderungen an seine Partner, aber auch an sich selbst. Jüngstes Beispiel ist der 2019 begonnene Umbau der Unternehmenszentrale in Melle, der mit einer intensiven Umgestaltung der vorhandenen Arbeitsbereiche einhergeht. Anstatt weitere Flächen für einen aufwendigen Neubau zu versiegeln und damit die Umwelt zu belasten, wird das bestehende Verwaltungsgebäude nun auch strukturell ressourcenschonend umgebaut.

mehr zum Umbau

Bei ASSMANN geht Nachhaltigkeit alle an

Ungeachtet dessen ist Nachhaltigkeit bei ASSMANN nicht nur Sache des Führungskreises. Vielmehr sind wir davon überzeugt, dass Nachhaltigkeit nur funktioniert, wenn alle am Wertschöpfungskreislauf beteiligten Akteure von Anfang an in den Prozess integriert sind und ihn aktiv unterstützen. „Nachhaltigkeit ist Teamwork. Darum pflegen wir intensiv den Dialog mit allen Stakeholdergruppen“, sagt Dirk Aßmann. So nehmen wir unter anderem am Erfahrungsaustausch mit der Berufsakademie Melle, dem Meller Netzwerk oder dem überregionalen Innovationsbund Holzindustrie (IBH) teil, bei dem alle Themenfelder der betrieblichen Praxis sowie der Arbeitsmarktsituation behandelt werden. Außerdem engagieren sich zahlreiche Kollegen von ASSMANN in Verbänden, Gremien und Organisationen, unter anderem dem Büromöbelverband oder B.A.U.M. e.V.. Grundsätzlich sind alle Mitarbeiter dazu angehalten, aktiv und gemeinsam die Unternehmensziele zu verfolgen und zu realisieren. Offene Kommunikation und das abteilungsübergreifende Denken und Handeln werden gefordert und gefördert. Regelmäßig finden Gespräche zwischen der Geschäftsleitung und dem Betriebsrat statt, bei denen es um Mitarbeiterinteressen und tagesaktuelle Themen geht. Die Geschäftsleitung, die zu umwelt- und mitarbeiterbezogenen Themen von dem Umweltbeauftragten, dem Personalleiter und dem Betriebsrat beraten wird, sorgt mit einer transparenten und offenen Kommunikation dafür, dass potenzielle Interessenkonflikte frühzeitig erkannt und rasch aufgelöst werden.

Grenzenlos

Ende 2018 hat sich ASSMANN durch den TÜV Rheinland nach dem Nachhaltigkeitsstandard „European Level“ der Dachorganisation der europäischen Büroeinrichtungsindustrie (FEMB) erfolgreich auditieren lassen. Das Zertifikat ist der erste europäische Standard, der außerhalb des europäischen Wirtschaftsraums anerkannt wird.

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Unsere Mitarbeiter leisten gute Arbeit

Gute Arbeit
Das Prinzip „GUTE ARBEIT“ bedeutet, dass wir jeden Tag hundert Prozent geben – sei es in den internen Arbeitsabläufen, der umfassenden Beratung und Planung moderner Arbeitswelten oder in der Entwicklung und Fertigung unserer Möbel und Einrichtungslösungen. Wir leisten gute Arbeit, damit unsere Kunden gut arbeiten können.

Diese über Jahrzehnte gewachsene Unternehmensphilosophie und Führungskultur drückt sich gleichermaßen in dem ASSMANN Prinzip „GUTE ARBEIT“ aus. Zu diesem Leitbild gehört nicht nur eine starke Kunden- und Marktorientierung, die konsequent nach innen und außen gelebt wird, sondern auch die Loyalität zu Kunden und Vertriebspartnern aus dem Büromöbel-Fachhandel, so Dirk Aßmann: „Wir sind davon überzeugt, dass diese Loyalität neben der hohen Produktqualität und dem umfangreichen Service- und Dienstleistungsangebot auch in Zukunft das Fundament unseres wirtschaftlichen Erfolgs bilden wird. Zusätzlich wird auch der offene Dialog mit unseren Lieferanten und externen Dienstleistern verstärkt, der ein entscheidender Teil unserer Prozessphilosophie ist. Mit unseren Partnern streben wir weiterhin einen fairen und vertrauten Umgang an, um auch in Zukunft gemeinsam wirtschaftlich erfolgreich zu sein.“