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Synergien zwischen EMAS und DNK nutzen

ASSMANN-Nachhaltigkeitsbeauftragter Martin Könneker brachte unsere Expertise zum Thema Nachhaltigkeit bei einer Paneldiskussion im Haus der Deutschen Wirtschaft ein

Auf Einladung des Umweltgutachterausschusses (UGA) des Bundesumweltministeriums fand Ende Oktober eine Fachtagung zum Thema Nachhaltigkeit statt. Rund 90 Gäste kamen in den Räumlichkeiten des Deutschen Industrie und Handelskammertages (DIHK) im Haus der Deutschen Wirtschaft in Berlin zusammen, um sich über die Ergebnisse einer aktuellen Studie zu Schnittstellen zwischen dem Umweltmanagementsystem EMAS und dem Deutschen Nachhaltigkeitskodex (DNK) auszutauschen.

Als Referent für uns vor Ort war der ASSMANN-Nachhaltigkeitsbeauftragte Martin Könneker, der wichtige Einblicke zu unserem Nachhaltigkeitsengagement einbrachte. „Da sind wir sicherlich ein Vorreiter“, betont Könneker. „Schließlich haben wir uns als eines der ersten Unternehmen ins deutsche EMAS-Register eintragen lassen und als erster Büromöbelhersteller neben unserem Nachhaltigkeitsbericht nach GRI (Global Reporting Initiative) auch die Erklärung des DNK abgegeben.“ Ziel der Veranstaltung war zum einen, über Synergien zwischen EMAS und DNK zu informieren, zum anderen, über wirksame Wege zu nachhaltigem Wirtschaften zu diskutieren.

ASSMANN als Vorreiter bei EMAS Registrierung

Hintergrund: Bereits seit 1996 sind wir im EMAS-Register verzeichnet. Die freiwillige Registrierung erfolgt jeweils für drei Jahre. Im Anschluss muss die jährlich abgegebene Umwelterklärung mit neuen Zielen und Maßnahmen vom Umweltgutachter validiert werden. Das hat jetzt gerade stattgefunden, sodass ASSMANN für drei weitere Jahre registriert ist. EMAS steht für „Eco-Management and Audit Scheme“ und wurde von der Europäischen Gemeinschaft entwickelt, um Standards für Unternehmen und Organisationen zu schaffen, die nachweislich ihre Umweltleistung verbessern wollen. Es ist damit das weltweit anspruchsvollste System für Umweltmanagement und Umweltbetriebsprüfung. Eine wichtige Rolle bei der Registrierung spielt der UGA, der unterschiedliche Interessengruppen im Bereich Umweltmanagement zusammenführt und sich aktiv für die Umsetzung und Verbreitung von EMAS einsetzt.

Schnittstellen zwischen DNK und EMAS schaffen

Grundlage der aktuellen Veranstaltung des UGA bildete die Studie „Schnittstelle zwischen dem DNK und EMAS – Eine Formel zum nachhaltigen Erfolg?“, die sich auf die Suche nach Synergieeffekten bei der Implementation von beiden Systemen machte. In der Fachwelt besteht Einigkeit darin, dass EMAS die Umweltkriterien des Nachhaltigkeitsindex abdeckt. „Schließlich gehen diese gar über das Umweltmanagementsystem ISO 14001 hinaus und legen besonderen Wert auf die Einhaltung der umweltrechtlichen Vorschriften und die Verbesserung der Umweltleistungen der teilnehmenden Unternehmen“, erklärt Könneker, der in seinem Diskussionsbeitrag Ansätze für Umwelt- und Nachhaltigkeitsmanagement bei ASSMANN vorstellte und bezüglich der Verknüpfung von EMAS und dem DNK bei uns im Unternehmen in die Tiefe ging. Seine Handlungsempfehlung: die Verbindung beider Systeme. So sei EMAS ein sehr leistungsfähiges Instrument zur Ermittlung und Umsetzung bindender Verpflichtungen von umweltrelevanten Anforderungen. Die DNK-Erklärung hingegen biete einen breiten Ansatz über alle Themen der Nachhaltigkeit, mit zunächst geringerem Aufwand für Unternehmen und lediglich einer formellen Prüfung der Berichterstattung. Gleichwohl ergäben sich Anreize, in Folgeberichten nachhaltiges Wirtschaften wiederholt positiv darstellen zu können.

Gefahr des Greenwashing?

Die Verknüpfung der beiden Systeme, bzw. eine optionale Erweiterung von EMAS sieht Könneker vor allem deshalb positiv, weil sie Transparenz schafft und das Nachhaltigkeitsengagement der Unternehmen nachvollziehbarer wird. Kritischen Stimmen, die durch die Verknüpfung mit der DNK-Erklärung leichtere Anforderungen und damit eine Verwässerung von EMAS befürchten, entgegnet der Nachhaltigkeitsbeauftragte: „Wenn bei der Anbindung darauf geachtet wird, dass die fachlichen Anforderungen von EMAS erhalten und darüber hinaus die weiteren Nachhaltigkeitsbemühungen in einen ähnlichen Rahmen gebracht werden, könnte ein umfassendes System entstehen, das weiterhin individuell auf die berichtenden Unternehmen anpassbar ist. Die obligatorische externe Prüfung kann dann einem missbräuchlichen Greenwashing – also der reinen Darstellung von Nachhaltigkeitsbemühungen ohne Substanz im unternehmerischen Handeln - und einem damit verbundenen Glaubwürdigkeitsverlust von EMAS vorbeugen.“ Ein weiterer Vorteil einer Verknüpfung wäre die Schaffung von einheitlichen Standards. Sowohl die EMAS-Umwelterklärung als auch die DNK-Erklärung beruhen bereits jetzt auf den Grundlagen der GRI. Alle themenspezifischen Standards der Umweltserie (GRI 300) sind unter EMAS abgehandelt, der DNK nutzt ebenfalls GRI-Indikatorensets.

So lautete auch das Fazit der aktuellen Veranstaltung des UGA: Wer mit EMAS startet, hat es beim DNK einfacher. Denn es können sowohl die Prozesse und Strukturen als auch die Informationen und Daten von EMAS für die Berichterstattung genutzt werden. Gut, dass wir bei ASSMANN mit unserem Nachhaltigkeitsbericht nach GRI sowie bei EMAS und DNK-Erklärung ganz früh ganz vorne mit dabei waren!

 

 

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