Melle. Nach Ablauf der ersten vier Monate des aktuellen Geschäftsjahres meldet der Büromöbelhersteller Assmann eine Steigerung bei den Auftragseingängen von 30 % im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Bestärkt durch die äußerst positive Entwicklung hat das Unternehmen seine Umsatzplanung für 2011 jetzt auf 70 Millionen Euro heraufgesetzt.
Das Geschäftsjahr 2010 schloss Assmann mit einem Umsatz von 59,4 Millionen Euro ab. Gegenüber 2009 konnte damit eine Steigerung von 4 % erzielt werden. Vor diesem Hintergrund erklärt Dirk Aßmann, geschäftsführender Gesellschafter: „Aufgrund der belebten Konjunktursituation im zweiten Halbjahr 2010 hatten wir für 2011 zwar mit einem deutlichen Auftragsplus gerechnet. Eine derartige Steigerung gleich am Anfang des neuen Jahres war aber nicht vorhersehbar.“ Diesen außergewöhnlichen Erfolg leitet der Geschäftsführer Bernd Menke von seiner Marketing- und Vertriebsstrategie ab, das anspruchsvolle Objektgeschäft kontinuierlich weiter auszubauen. Dazu erklärt er, dass Assmann als bekannter Büromöbellieferant bei Verwaltungseinrichtungen der öffentlichen Hand seit etwa fünf Jahren auch Einrichtungslösungen für das höherwertige Segment biete. „Im Geschäft mit öffentlichen Institutionen sind wir Marktführer. Jetzt haben wir erstmals überproportional im konsequent bearbeiteten anspruchsvollen Objektgeschäft gewonnen“, freut sich Menke daher. Jedoch gehe er davon aus, dass sich die aktuelle Steigerungsrate bei den Auftragseingängen auf zirka 18 % für das Gesamtjahr einpendeln werde. Dies sei allein schon durch die höheren Vorjahresvergleichswerte für die kommenden Monate bedingt.
Bei allem Umsatzerfolg sind für Dirk Aßmann aber der Ertrag und die Selbstfinanzierungskraft die unternehmerisch entscheidenden Größen. Mit gut 270 Mitarbeitern produziert der Familienunternehmer Schreibtischprogramme und Stauraumsysteme ausschließlich am Standort Melle in Niedersachsen. Das Unternehmen arbeitet seit Jahrzehnten ohne Bankschulden. Um die Produktionseffizienz weiter zu steigern und damit die nach Unternehmensangaben bestehende Kostenführerschaft in der Büromöbelbranche zu sichern, seien bis 2013 Investitionen von 12 bis 14 Millionen Euro in neue Fertigungskonzepte geplant. Dieses Investitionsvolumen soll ohne Aufnahme von Fremdkapital realisiert werden.
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